Methode

Die positive gesundheitsfördernde Wirkung des Wu-Stil Tai Chi Chuan, so wie es in unserer Schule gelehrt, wird ist durch wissenschaftliche Studien belegt.

Tai Chi Chuan ist in seinem Ursprung eine sehr effektive, sogenannte „innere“ Kampfkunst, eine Tatsache, die im Westen weniger bekannt ist.

Doch muss man kein Kampfsportler werden, will man Tai Chi erlernen.

Theorie:

Tai Chi ist ein Begriff aus dem Taoismus und bezeichnet das universelle Prinzip, das allen Prozessen der Natur zugrunde liegt.

Tai Chi hat weder Form noch Klang oder Farbe, ist aber der Ursprung von Form, Klang und Farbe.

Tai Chi ist der Ursprung von Ruhe und Bewegung und die Geburt von Ying und Yang.

Auf Tai Chi Chuan übertragen, bedeutet das den Wechsel von Ying und Yang, voll und leer, Öffnen und Schließen, Ruhe und Bewegung im Körper wahrzunehmen und bewusst zu harmonisieren.

Praxis:

Wu Stil Tai Chi Chuan zu lernen, bedeutet einen gut durchdachten, umfassenden Übungsweg zu beschreiten, der uns Körperbeherrschung, Flexibilität, Wohlbefinden und die Fähigkeit sich zu verteidigen lehrt.

-zu Beginn lernt man mit Hilfe von Lockerungsübungen, Dehnungsübungen und den 37 Formen die 3 Bereiche und 9 Teile des Körpers kennen:

  1. Bereich: der Rumpf, bestehend aus Kopf, Brustkorb und Taille
  2. Berich: die Arme, bestehend aus Schulter, Ellenbogen und Handgelenk
  3. Bereich: die Beine, mit Hüftgelenk, Knie und Schulter

„Ist doch klar“ mag man im ersten Moment denken, doch in der Praxis ist es gar nicht so einfach all diese Teile miteinander zu koordinieren und als Einheit zu bewegen. Dies kann aber unabhängig von Alter und Gesundheitszustand erlernt und perfektioniert werden.

Ist man zum Beispiel in der Lage den Kopf zu heben, dabei das Kinn leicht einzuziehen und gleichzeitig in einer Gegenbewegung das Kreuzbein nach unten zu schieben, streckt man damit die Wirbelsäule.

Regelmäßig ausgeführt von unschätzbarem Wert für die Wirbelsäulengesundheit!

  • nun beginnt man das mechanische Zusammenspiel der einzelnen Teile zu verstehen, vermeidet ungewollte ineffiziente Bewegungen, das Körperbewusstsein entwickelt sich.
  • die Gelenke werden dann benutzt, um die mit ihnen verbundenen Strukturen, zu dehnen und die auf ihnen liegenden Akupunkturpunkte zu aktivieren.
  • dann wird die Atmung mit den rhythmischen Dehnungen synchronisiert bis sie eine vollkommene Einheit mit dem Körper bildet.

Am Ende des Weges ist ein unbeschreiblich schöner, meditativer Zustand, in dem der Geist die Bewegungen leitet und sich eine tiefgreifende Harmonie etabliert, das höchste Ziel des Tai Chi Chuan.

Markus_Tanzer_3_9