Tai Chi Chuan in Wien: die Wu Stil Methode

Tai Chi Wien Fliegen in der Diagonale

Menschen auf der ganzen Welt üben Tai Chi Chuan (kurz: Tai Chi), auch die Popularität von Tai Chi in Wien ist stetig steigend. Tai Chi ist Meditation in Bewegung. Es ist die natürliche Art sich zu bewegen, ein Weg zurück zu unserer wahren Natur. Das heißt ein Leben im Einklang und Harmonie mit Menschen, Natur und Umgebung. Tai Chi aktiviert die Erinnerung an eine Lebendigkeit und Offenheit, die tief in unserem Inneren schlummert. Es ist die graduelle Rückkehr zur Weichheit, die wir alle als Kinder besessen haben, aber kombiniert mit der Reife und Stärke des erwachsenen Menschen. Weich und Stark zu sein ist nämlich kein Widerspruch, sondern eine perfekte Kombination. In der Natur finden wir diese Kombination häufig, ein gutes Beispiel ist ein Tiger. Seine Kraft und weiche Geschmeidigkeit ist ganz außerordentlich. Tai Chi wirkt auf allen Ebenen harmonisierend und ausgleichend, mental, emotional und physisch. Dieses Übungssystem hat die taoistische Sichtweise der Dinge in ihrer Gesamtheit zur Grundlage, alles wird als miteinander verbunden betrachtet. Gesundheit bedeutet nichts anderes als den freien, gleichmäßigen Fluss der Lebensenergie in unserem Körper. Je stärker der Fluss der Energie, desto stabiler und kräftiger sind wir auf allen Ebenen unseres Wesens. Ist der Energiestrom gleichmäßig, werden alle Teile des Körpers entsprechend ausgewogen versorgt, denn auch ein lokaler Überschuss, kann sich negativ auswirken. Im Wesentlichen ist das das Konzept: Blockaden beseitigen und den Energiefluss stärken. Dabei folgt man einem logisch aufgebauten Übungssystem, fernab jeglicher verklärenden Mystifizierung. Die Lebensenergie (Chi) fließt auf den Energieleitbahnen (Meridianen) unseres Körpers, Wu Stil Tai Chi Chuan ist eine hervorragende Methode diese zu öffnen. Es ist ein Werkzeug, seine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und macht vor allem auch sehr viel Spaß. Sehr facettenreich und vielseitig, hat es für jede Altersgruppe etwas zu bieten.

Von den fünf Stilen war bislang nur das Yang Stil und Chen Stil Tai Chi in Wien durch eine autorisierte Schule vertreten. Seit September 2017 gibt es mit Wu Tai Chi Austria nun auch eine von Großmeister Wu Kwong Yu autorisierte Schule für Wu Stil Tai Chi Chuan in Wien und damit die Möglichkeit, unter kompetenter Anleitung diesen Stil zu lernen.

Tai Chi Wien Temple Meditation

Die Methode 

Es werden also Blockaden beseitigt und der Energiefluss angeregt, aber wie genau funktioniert das? Der Schlüssel für dazu sind die Gelenke, sie sind die Zugangspunkte zu den tiefen Schichten des menschlichen Körpers. In diesen tiefen Schichten verlaufen die Energieleitbahnen (Meridiane), deren Durchgängigkeit entscheidend ist. Die Bänder (Faszien, Gewebe), die entlang der Knochen verlaufen und auch die Gelenke miteinander verbinden, beherbergen sämtliche Akkupunkturpunkte des menschlichen Organismus. Genau in diese Punkte setzt der Akupunkteur seine Nadeln und öffnet sie. Eine Dehnung der Bänder hat dieselbe Auswirkung auf diese Punkte. Dehnt man die Bänder, öffnen sich die Akkupunkturpunkte wie ein Ventil und der Energiefluss steigt erheblich an. Führt man eine Bewegung des Wu Stil Tai Chi korrekt aus, werden alle Akkupunkturpunkte der zwölf Hauptmeridiane aktiviert. Blockierte Punkte oder Bereiche werden wieder durchgängig, der Energiefluss normalisiert und verstärkt sich. Die Akkupunkturpunkte sind aber auch kleine Generatoren und erzeugen durch den rhythmischen Wechsel von Anspannung und Entspannung selber Energie. Diese Öffnung spürt man sehr deutlich, ein Gefühl der Erleichterung, Entspannung und das Empfinden von Wärme ist typisch. Sehr häufig ist auch ein Kribbeln entlang der sich öffnenden Energiebahnen wahrnehmbar. Erreicht wird diese Art der Tiefendehnung durch den bewussten Einsatz der Gelenke, in Verbindung mit der Atmung. So ist der erste notwendige Schritt die Gelenke sowie die dazugehörigen Strukturen durch spezielle Übungen zu lockern und zu befreien (siehe Videos am Ende des Artikels). Mit diesen Übungen wird die Fähigkeit loszulassen trainiert, dies wirkt sich auch auf die Psyche befreiend aus. Eine entspannte Gelassenheit und Klarheit entwickelt sich. Es folgen dann die eigentlichen Dehnungsübungen die durch den bewussten Einsatz der Gelenke in Verbindung mit der Atmung wirken. Die Dehnung muss langsam und behutsam durchgeführt werden, andernfalls verschließt sich der Körper und man dringt nicht in die Tiefe vor. Es handelt sich dabei um einen im Unterbewusstsein verankerten Automatismus. Denn ruckartige, plötzliche Krafteinwirkung bedeutet Verletzungsgefahr, der Körper geht in einen Abwehr-Modus über. Dies ist der Grund für die langsame und gleichmäßige Ausführung der Bewegungen, bewegt man sich ruckartig fehlt die Tiefenwirkung.

Tai chi Wien lernen

Qi Gong als Grundlage

Der Begriff Qi Gong bedeutet frei übersetzt Energiearbeit, bei den im vorigen Absatz beschriebenen Übungen zum Lockern und Dehnen, handelt es sich um Qi Gong Übungen. Diese Qi Gong Übungen bilden die Grundlage für ein inneres Tai Chi. Tai Chi und Qi Gong sind somit eine untrennbare Einheit, sie ergänzen sich gegenseitig. Qi Gong entwickelt Qualitäten, die in die Tai Chi Bewegungen integriert werden. Lockerheit und Flexibilität sind die fundamentalsten dieser Qualitäten. Mithilfe von Qi Gong Übungen lernt man noch etwas Essenzielles, nämlich die Verbindung des Atems mit der Bewegung im Rahmen eines meditativen Vorgangs. Dies bedeutet viel mehr, als nur die Bewegungen der Gelenke mit der Atembewegung zu synchronisieren. Es ist die direkte Verbindung der Atemenergie mit der Bewegung. Denn die Atemenergie ist schier unerschöpflich und wird durch spezielle Übungen zunehmend vertieft. Erst wenn die Atemenergie – durch das Bewusstsein gelenkt – die Bewegung antreibt, wird sie wirklich lebendig. Der Geist führt die Atmung, die Atmung bewegt den Körper: Das ist Meditation in Bewegung. In der meiner Wu Stil Schule in Wien werden alle diese Übungen in ihrer Vollständigkeit unterrichtet. Der Lehrplan umfasst:

–              Qi Gong und Atemübungen;

–              Meditation;

–              „Standard Form“;

–              „Runde Form“;

–              „Waffenformen“;

–              Partnerübungen.

Meditation-lernen-tai chi-wien

Die Form ist die Essenz  

Die sogenannte „Handform“ ist das Herzstück des Wu Stiles, sie vereint alle Prinzipien in einem harmonisch fließenden Bewegungsablauf. Es gibt 37 dieser essentiellen Bewegungen auch Formen genannt, diese bilden in Kombination mit den Qi Gong Übungen ein perfekt abgerundetes, vollständiges Übungssystem. Das Bewusstsein wird beim Ausüben der Form nach innen konzentriert, Tai Chi üben heißt demzufolge auch meditieren. Die ganze Aufmerksamkeit ist auf die Bewegungen und den Atem gerichtet. Auf der höchsten Stufe vergisst man die Welt um sich herum und ist trotzdem tief mit ihr verbunden. Die Gedanken kommen zur Ruhe, was bleibt ist ein unbeschreibliches Gefühl der Harmonie und des Glücks. Die Tatsache, dass Tai Chi Chuan in seinem Ursprung eine Kampfkunst ist, mag vielleicht wie ein Widerspruch klingen. Dem ist jedoch nicht so denn in der Selbstverteidigung geht es um die Neutralisation von destruktiven Einflüssen. Der Erhalt der eigenen Gesundheit ist also auch eine Art Selbstverteidigung. Wir mehren Ruhe, Gelassenheit und stärken das Immunsystem. In unserer digitalisierten Welt ist die meditative Körperarbeit vor allem eine wirksame Waffe gegen Bewegungsmangel und die zu starke Zerstreuung des Bewusstseins nach außen hin. Nach dem Erlernen der 37 Formen ohne Waffe, gibt es auch die Möglichkeit, sogenannte Waffenformen zu erlernen. Die Waffe bildet eine Verlängerung des Körpers und ist ein Mittel, die erlernten Prinzipien weiter zu vertiefen. Jede Waffen-Form wird etwas schneller als die „Hand Form“ ausgeführt und ist ein Ausgleich zu den langsamen Bewegungen der „Hand Form“. Die „Waffen-Formen“ sind sehr ästhetisch und machen außerordentlich viel Spaß. Die traditionellen Waffen im Wu Stil sind: Das Schwert, der Säbel und der Speer. In der Wu Stil Tai Chi Schule in Wien kann man alle diese Formen erlernen. Darüber hinaus werden auch eine Reihe von Partnerübungen unterrichtet. Diese vertiefen das erlernte Wissen und bilden die Schnittstelle zur Selbstverteidigung. Im Vordergrund steht das Erlangen einer Sensibilität für Bewegungen und die Kräfte, die durch einen Partner auf einen einwirken. Durch die Partnerübungen erlangt man die Fähigkeit, hinzuhorchen und einwirkende Kräfte zu neutralisieren. Es ist eine Art von Konversation, die man mit dem Partner führt und niemals aggressiv. Dennoch muss man kein Kampfsportler werden, wenn man sich dafür entscheidet, Tai Chi zu erlernen. Die Waffenformen und die Partnerübungen sind lediglich eine weitere Möglichkeit, sein eigenes Spektrum zu erweitern. Kann sich jemand mit den „Waffenformen“ nicht anfreunden, ist das völlig in Ordnung. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten sich innerhalb dieses Übungssystems weiterzuentwickeln und unendlich viel zu lernen, langweilig wird es nie. Das Hauptaugenmerk meiner Schule in Wien, liegt auf dem meditativen und gesundheitlichen Aspekt, es geht in erster Linie darum, die Lebensqualität zu steigern. Gerade in einer Großstadt wie Wien mag es jedoch bei manchen Schülern ein gutes Gefühl bewirken, auch die eine oder andere Selbstverteidigungstechnik zu beherrschen.

Der Einstieg in die Kurse ist auch ohne Vorkenntnisse jederzeit möglich. Der Unterricht in der Wu Stil Tai Chi Schule Wien findet in Kleingruppen mit maximal 8 Schülern statt. Jeder lernt nach seinem Tempo in freundlicher und entspannter Atmosphäre. Es ist ein gemeinsames Wachsen, ein gemeinsames Lernen und Weiterentwickeln mit viel individueller Förderung.

Schnupperstunde vereinbaren

Meditation-Lernen-Tai Chi

10 gute Gründe Tai Chi zu praktizieren:

  1. Tai Chi steigert das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität;
  2. dehnt und entlastet die Wirbelsäule;
  3. verbessert die Körperwahrnehmung;
  4. wirkt entspannend und reduziert Stress;
  5. verbessert das Balancegefühl, verringert das Sturzrisiko;
  6. erhöht die Konzentrationsfähigkeit und stärkt den Fokus;
  7. kräftigt das Immunsystem, wirkt Entzündungen entgegen;
  8. fördert die Beweglichkeit und Koordination, lindert Gelenksbeschwerden;
  9. stärkt den Kreislauf, entlastet das Herz.
  10. wirkt auf allen Ebenen des Wesens ausgleichend und harmonisierend

Kurzum: Tai Chi macht Spaß und ist pure Lebensfreude.

-Tai Chi-Lebensfreude- Wien

Wirkung auf die Gesundheit

Das Potenzial von Tai Chi und Qi Gong in Prävention und Therapie ist mittlerweile allgemein anerkannt und durch zahlreiche Studien belegt. Ein paar Beispiele, wo Tai Chi in der Krankenbehandlung unterstützend eingesetzt werden kann:

–              Sämtliche Krankheiten des rheumatischen Formenkreises;

–              Chronisch obstruktive Lungenkrankheit;

–              Gleichgewichtsstörungen;

–              Diabetes;

–              Bluthochdruck;

–              Parkinson, Demenz;

–              Durchblutungsstörungen, Herzkrankheiten;

–              Multiple Sklerose;

–              Burn Out Syndrom.

Tai Chi-Hongkong-Wien

Die Geschichte des Wu Stiles von Hong Kong bis Wien

Der Wu Stil ist nun auch in Wien angekommen, begonnen hat alles vor mittlerweile mehr als 150 Jahren im alten China. Die Geschichte der Entstehung des Wu Stiles hat ihren Ausgangspunkt in China zurzeit der Ching Dynastie (1851-1862). Zu dieser Zeit war die Kunst des Tai Chi Chuan einem exklusiven Kreis vorbehalten. Ausschließlich Adelige und die Leibgarde am Kaiserhof wurden unterrichtet. Ein Mandschure namens Wu Chuan Yau war Mitglied der kaiserlichen Leibgarde und hatte somit die Möglichkeit diese geheime Kunst zu lernen. Die Lehrer zu dieser Zeit waren Meister Yang Lu-chan und sein Sohn Meister Yang Pan-hou. Der Unterricht war sehr streng und stellte hohe Anforderungen an die Schüler, viele gaben auf. Nur Drei der Schüler aus der Leibgarde hielten durch, einer davon war der eben genannte Meister Wu Chuan Yau. Beindruckt von der Ausdauer und Ernsthaftigkeit lehrte Meister Yang Lu-chan alle bis dahin geheim gehaltenen Prinzipien der Yang Familie und autorisierte Wu Chuan Yau, selber Schüler zu unterrichten. Wu Chuan Yau entwickelte und adaptierte das Gelernte, ohne die Essenz zu verändern und begann zu unterrichten. Um mit dem Yang Stil nicht in Konkurrenz zu treten, änderte er den Namen seines Stils: Damit war der Wu Stil geboren. Das Wissen über den Wu-Stil wurde der Tradition folgend von Generation zu Generation weitergegeben, weiterentwickelt und erhalten. Mein Lehrer Großmeister Wu Kwong Yu ist der Linienhalter der 5. Generation der Wu Familie und führt diese Tradition fort. Ich habe als Meisterschüler von Großmeister Wu Kwong Yu die ehrenvolle Aufgabe, Wu Stil Tai Chi in Wien zu repräsentieren. Das Wissen, das ich hier in Wien an meine Schüler weitergebe, ist vollständig und kommt direkt von der Quelle. Ich persönlich war nicht zufrieden mit den Schulen für Tai Chi in Wien und begann meine Suche nach dem richtigen Stil. Nachdem ich den Wu Stil ausgewählt hatte, musste ich feststellen, dass es diese Stilart des Tai Chi in Wien nicht gab. Im Jahre 2011 flog ich deswegen das erste Mal nach Hongkong, um meine Ausbildung bei Großmeister Wu Kwong Yu zu beginnen. Seit 2015 bin ich zertifizierter Lehrer und habe von meinem Lehrer den Auftrag bekommen, Wu Stil Tai Chi Chuan in Wien zu unterrichten. So wie in zahlreichen anderen Städten auf der ganzen Welt, gibt es nun auch die Möglichkeit Wu Stil Tai Chi in Wien zu lernen.

Kontakt

Videos: Qi Gong LockerungsübungenWu Stil Form

 

 

 

 

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